Breit macht schnell!!
Rollwiderstandsuntersuchungen im Labor legten zu Tage, dass ein schmaler 37er Reifen mit 4 Bar exakt so schnell wie ein 60er Big Apple mit 2 Bar Luftdruck rollt. Wird der Big Apple mit 4 Bar befüllt spart er sogar 10 Watt gegenüber seinem schlanken Kollegen an Energie.
Safety first!
Balloonreifen bieten, bezogen auf die Aufstandsfläche am Boden, mehr als doppelt so viel Kontakt zum Untergrund. So können Lenk-, Brems- und Antriebskräfte besser übertragen werden. Gerade bei schlechtem Wetter bieten die Reifen auf nasser, rutschiger Fahrbahn mehr Sicherheit. Aber auch die Reifenbreite an sich trägt zu einer besseren Kontrolle bei: Längs- und schräge Querrillen von Bahnschienen, Bodengattern und schlechten Wegen verlieren ihren Schrecken, weil der Reifen besser darüber hinweg rollt.
Da biste platt…
……. aber erst viel später. Das große Luftvolumen besitzt beim Pannenschutz gleich mehrere Vorteile: Durch den geringeren Luftdruck kann die Karkasse spitzen Gegenständen besser ausweichen. Ganze 33% später dringt ein Dorn in die Karkasse ein. Der Durchschlagschutz wiederum profitiert von der höheren Bauhöhe des Reifens und dem großen Volumen. 40% länger hält der Balloonreifen auf der Test-Guillotine durch.
Wartung & Tuning
Da der Reifen an sich keinerlei Wartung benötigt, fallen weder der entsprechende Aufwand noch Kosten an. Vollgefederte Räder (Anhänger) benötigen Wartung und Pflege der Federelemente und Lager. Durch das große, federnde Luftvolumen der Balloonreifen werden zudem auch andere Komponenten durch verminderte Vibrationen und Stöße geschont, halten dadurch länger. Ein weiterer Vorteil besteht in dem geringen Betriebsdruck des Reifen-Schlauch-Systems, denn der Luftdruck bleibt länger stabil als bei mit deutlich höherem Luftdruck befüllten schlanken Reifen. Über 2 Wochen verliert ein 60-mm-Big Apple 0,15 Bar, ein 37-mm-Tourenreifen etwa 0,4 Bar Druck.
Quelle: Velo total 02/11, Sporthochschule Köln